In den Jahren und Jahrzehnten nach der Wiederbewaffnung und dem Aufbau einer umfassenden Atomindustrie in der Bundesrepublik Deutschland gab es immer wieder Anlässe und Auseinandersetzungen, die Künstler und Künstlerinnen dazu herausforderten, Stellung zu nehmen. Erinnert sei an den Vietnamkrieg und die Protestbewegungen dagegen, die "Nachrüstung" mit Atomraketen, die Golfkriege, die "Bekämpfung des Terrors" und der daraus hervorgegangene Krieg in Afghanistan, die Kriege um das ehemalige Jugoslawien, im Irak, nun in Libyen.
Doch nicht nur die Kriege und Militärinterventionen gaben und geben Anlass für kritisches künstlerisches Schaffen, sondern auch die Sorgen um die Zerstörung unserer Lebenswelt durch Ausbeutung von Naturresourcen und Ausbeutung von Menschen und gesellschaftliche Missstände.
Unsere Sammlung soll - soweit es unsere Möglichkeiten erlauben - beispielhaft künstlerische Beiträge zeigen. Ergänzend dazu verfügt der Verein Kunst für Frieden über einige Literatur, so zum Beispiel über die nahezu komplette Sammlung der TENDENZEN - dieser Kunstzeitschrift, welche ab 1960 für ca. 30 Jahre kritisches Kunstschaffen begleitet hat.